Schwere Beine in der Schwangerschaft

Mai 25, 2020 | Blog

Was tun bei schweren Beinen in der Schwangerschaft?

Autorin: Claudia Jung

Gerade gegen Ende der Schwangerschaft leiden einige Mamas (to-be) an Wassereinlagerungen in den Extremitäten (Arme, Beine, manche sogar im Gesicht). Mit dem immer größer werdenden Bauch kann das eine ziemliche Herausforderung sein. Jede Frau ist anders und bei jeder Frau wirkt auch eine Maßnahme besser als eine andere.
Der Körper reagiert unterschiedlich. Jeder Schwangeren tun andere Dinge gut. In meinem Fall haben folgende Mechanismen Abhilfe geschaffen:

Hoch das Bein

Entlaste deine Beine so oft wie möglich, indem du sie hochlagerst. Achte bei der Hochlagerung darauf, dass deine Kniekehlen unterstützt sind.
Vermeide lange Sitz- und Stehphasen, wechsle die Positionen öfters. Wenn du schon Kinder hast, musst du zumindest an diesen Punkt nicht denken ;).

Mach dich frei

Vermeide alles Beengende in Bezug auf Schuhe und Kleidung. Das machst du wahrscheinlich intuitiv. Vertraue auf dein BAUCHgefühl.

Hol dir UnterSTÜTZUNG

…in Form von STÜTZSTRÜMPFEN.

Ich habe über (fast durchgehend!) 3 Jahre lang eine innige Beziehung zu ihnen aufbauen dürfen, daher mein persönliches Lieblingsaccessoire ;). Vor allem bei Varizen helfen Stützstrümpfe enorm. Es ist der Mühe wert.

Bleib dem Element WASSER treu

Vor allem wenn du an Ödemen leidest, arbeite MIT Wasser in folgendem Sinne:
Trinke ausreichend (bei sportlicher Betätigung oder wärmeren Temperaturen mehr). Vor allem bevor das Durstgefühl entsteht.
Gönne dir ein Fuß- oder Vollbad mit Meersalzwasser. Dies senkt den Blutdruck und regt die Nierentätigkeit an. Achte auf jeden Fall darauf, dass jemand in der Nähe ist, wenn du etwas brauchst.
Nimm Wechselduschen und Bürstenmassagen in deine Pflegeroutine auf. Wichtig dabei ist, dass du herzwärts arbeitest. Vielleicht hast du auch die Möglichkeit zu kneippen. Das regt nicht nur den Kreislauf an, und erfrischt nicht nur die unteren Extremitäten, sondern auch das Gemüt . Es gilt: taste dich langsam und mit Maßen heran.

Hol dir Rat bei Gynäkologe und Hebamme

Um sicher zu sein, lasse Blut und Harn abklären.
Auch Schüssler Salze und Akkupunkturanwendungen können Abhilfe schaffen. Lass dich hier von deinem Gynäkologen bzw. der Hebamme deines Vertrauens beraten.

Beweg dich moderat

Jetzt mein LIEBLINGS-Thema: sportliche Betätigung (vor allem im Ausdauerbereich)
Nordic Walking aktiviert die Venenpumpe, wodurch das Blut leichter wieder Richtung Herzen gepumpt werden kann. Darüber hinaus hast du damit automatisch ein sanftes Ganzkörpertraining. Durch den richtigen Stockeinsatz arbeiten 90% deiner Muskulatur.
Wassersport kann ich aus Erfahrung auch sehr empfehlen. Der hydrostatische Druck wirkt entlastend und nimmt dieses „Schweregefühl“. Aqua Jogging hat im Vergleich zum Schwimmen eine erhöhte Wirksamkeit. Die Beine befinden sich im Wasser weiter unten, wodurch der hydrostatische Druck höher ist.

Alles Liebe und viel Durchhaltevermögen,
Eure Claudia
mamafit.at/trainer/claudia-jung

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